Hier eine kleine Zusammenstellung von Zitaten, die sich mit dem Ramadan und seinen Besonderheiten befassen und die ich für sehr schön und eindrucksvoll halte. Sie stammen aus Internetforen, sozialen Netzwerken und aus den Schreibfedern bekannter und unbekannter Künstler. Auch ein paar Ahadith ( Aussprüche des Propheten s.a.s) und Koranverse habe ich übernommen. Im Laufe des Ramadan werde ich die Liste immer wieder aktualisieren :)
„Es ist der Monat Ramadan, in welchem der Koran
als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt wurde, der die Zeichen der
Wahrheit inne hat und das Richtige vom Falschen trennt“ (Al-Baqara, 2/185)
- Der Monat Ramadan wurde wegen seiner Vorzüge gegenüber anderen
Monaten für das Fasten bestimmt. In diesem Monat wurde nicht nur der
Heilige Koran, sondern auch andere große Himmelsschriften
herabgesandt. Imam Sadeq aleihe salam sagt: „Die Thora wurde am 6.,
das Evangelium am 12., und das Psalmbuch am 17. Ramadan offenbart,
während der Heilige Koran in diesem Monat in der Nacht des Schicksals
herabgesandt wurde."
- „es hat auch etwas sehr besinnliches finde ich, etwas sehr bewusstes und
stilles, ruhiges auf seine Art. Man entschleunigt sich und nimmt Dinge
viel klarer zur Kenntnis."
- „mir ist aufgefallen, dass man sich kaum Gedanken über den Hunger oder
Durst machen kann, da andere Dinge viel mehr in den Vordergrund treten,
ich kenne keine Tage an denen ich dankbarer bin als an den Ramadantagen"
- „nichts gegen Exzesse, Schwelgereien und Co, allerdings bergen diese Tage die Chance zu erkennen an was für einem Affenzirkus wir uns
normalerweise beteiligen.
ich geniesse die innere Stille und das wunschlose in dieser Zeit sehr."
- „Wenn du weder isst noch trinkst, nimmst du den Tag hochkonzentriert wahr"
- „Die Ranken der Spiritualität in dieser Zeit
wachsen, schlängeln sich, gedeihen.
Umhüllen uns, die wir fasten,
tragen Blüten in vollen Reihen."
- „Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, daß er sich des Essens und
Trinkens enthält.” (Abu Huraira; Buchari)
- „Ich bin keine Muslima, jedoch viele meiner Freunde. In dieser Zeit
nehme ich viel Rücksicht auf sie und esse und trinke auch nicht vor
ihnen, sie sagen zwar ich soll ruhig aber ich würde mich dabei
nicht gut fühlen."
- „Der ultimative Höhepunkt ist aber der Fastenbrechen-Augenblick: Der
Moment, in dem sich jeder eine Dattel greift, auf die Uhr blickt
(Countdown im Kopf), den Blick senkt und sich besinnt, dankt, denkt,
bedenkt und fühlt. Die wunderbare Stille wird behutsam vom Gebetsruf
unterbrochen, den jemand vorträgt. Manchmal kann dieser Moment so
ergreifend sein, dass man nur zögerlich die Dattel zum Mund führt. Fasten lässt fühlen."
- „Für meinen Körper war das Fasten ein gutes Training für die
Zukunft. Sollte ich Lebensbedingt in eine ähnliche Situation geraten,
würde der Körper sich automatisch auf den “Ramadan-Modus” umschalten.”
- Der Ramadan wird im türkischen liebevoll „der Sultan der elf Monate"
genannt - er ist es wirklich.
- Hier möchte ich Johann Wolfgang von Goethe zitieren. Er schrieb in
seinen Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Diwan, dass er
beabsichtige, „ehrfurchtsvoll jene heilige Nacht [zu] feiern, wo der
Koran vollständig dem Propheten von obenher gebracht ward."
Zakat (obligatorische Sozialabgabe) und Sadaqa (milde Gabe, Almosen)
- "Der Beste unter den Menschen ist derjenige, der seinen Mitmenschen am nützlichsten ist" (Prophet Muhammad s.a.s)
- "Wer zu einer Wohltat anstiftet, ist wie der, der die Wohltat vollbringt. Allah findet Wohlgefallen daran, dass Bedürftigen geholfen wird" (Prophet Muhammad s.a.s)
- "Wie groß ist die Torheit in dem Menschen, der nicht sich selbst bessert […]. O Mensch, warum schläfst du und hast an den guten Werken, die vor Gott wie eine Symphonie erklingen, keinen Geschmack?" ( Hildegard von Bingen)
- Abu Sa`id Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Wir pflegten Zakatu-l-Fitr (die Almosensteuer an Bedürftige zum Fastenbrechenfest) als ein Saa` (Maßeinheit) Essen, ein Saa` Gerste, ein Saa` Datteln, ein Saa` Pulvermilch oder ein Saa` Rosinen zu entrichten. (Muslim)
- Von `Abdullâh Ibn `Amr (r): >> Allâhs Gesandter (s) hat gesagt: "Die beste Sadaqa ist die Versöhnung zweier Menschen zu veranlassen."
- Der Prophet (s) hat gesagt: "… und jemand gab Sadaqa, indem er spendete, und er verbarg seine Spende so, dass seine linke (Hand) nicht weiß, was seine rechte gegeben hat." (Bukhârî)
- Allâhs Gesandter hat gesagt: "Wenn ein Muslim Saat ausbrächte oder Setzlinge pflanzte und es äße davon ein Vogel, ein Mensch oder ein Tier, so wäre das sadaqa für ihn." (Muslim)
Lailatul qadr (Die Nacht der Bestimmung):
- „Wenn alle Menschen schlafen - vor allem im letzten Drittel der Nacht, wenn sie am tiefsten
schlafen -, haben wir die Ruhe, unbelastet vom Tagwerk vor Allah zu treten und Zwiesprache
mit Ihm zu halten."
- Schaykh al-Kulayni überliefert von Humraan, der Abu Dscha’far (as)
folgendes fragte: „ Was wird damit gemeint, dass die Nacht der Nächte
(Laylatul Qadr) besser ist, als tausend Monate?“ Er (as) erwiderte:
„Die rechtschaffenen Taten, wie z.B. das Gebet, die Spende und andere Formen von Segenreichen Taten, die am
Laylatul Qadr begangen werden, sind bei ALLAH (awj) besser als tausend
Monate, die nicht die Nacht der Nächte (Laylat ul-Qadr) beinhalten.
- Diese Nacht ist für jeden Muslim
von großer Bedeutung, da seine Bittgebete in jener Nacht besondere Erfüllung erhalten und
der Mensch eine besondere Nähe zu seinem Schöpfer verspüren kann. Denn im Gegensatz zum
Ritualgebet, in der der Betende idealerweise zur
Himmelfahrt [miradsch] "aufsteigt", steigen in der Nacht
der Bestimmung die
Engel
auf
Gottes Geheiß herab, wodurch auch die besondere Nähe für
den ermöglicht wird, der sich zuvor noch nicht hinreichend
geläutert hat.
Donnerstag, 11. Juli 2013
Montag, 8. Juli 2013
Der Monat der besinnlichen Abende
Es ist wieder soweit, der Ramadan ist da. Mit offenen Armen empfangen wir den heiligen Fastenmonat und freuen uns wieder auf die mehrheitliche Zuwendung zum Gottesdienst, das Gefühl der Dankbarkeit und der inneren Ruhe. Nicht zu vergessen die Freude auf das abendliche gemeinsame Essen ( das Zählen der Sekunden bis zum Fastenbrechen ;) ) und das gemeinschaftliche Nachtgebet. Wie schön dass du uns wieder besuchst, Ramadan, wir haben dich schon vermisst :)
Einen schönen Ramadan auch an die Nichtmuslime, die sich jedes Jahr so lieb und rücksichtsvoll in Anwesenheit eines Muslims das Pausenbrot für später aufheben :)
Doch der Ramadan besteht nicht nur aus dem halbtägigen Verzicht auf Essen und Trinken.
Im Ramadan fasten alle Sinne, die Augen, die Zunge, die Ohren, Hände und Füße.
Der Ramadan ist damit auch ein Monat der Prüfung und der Selbstkontrolle, wir lernen uns zu beherrschen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Die Konzentration liegt auf uns und unserer Beziehung zu Gott. Plötzlich hat man Zeit, Zeit die man vorher nicht zu haben geglaubt hat.
oben rechts: Ramadan Kareem - edler Ramadan
Einen schönen Ramadan auch an die Nichtmuslime, die sich jedes Jahr so lieb und rücksichtsvoll in Anwesenheit eines Muslims das Pausenbrot für später aufheben :)
Doch der Ramadan besteht nicht nur aus dem halbtägigen Verzicht auf Essen und Trinken.
Im Ramadan fasten alle Sinne, die Augen, die Zunge, die Ohren, Hände und Füße.
Der Ramadan ist damit auch ein Monat der Prüfung und der Selbstkontrolle, wir lernen uns zu beherrschen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Die Konzentration liegt auf uns und unserer Beziehung zu Gott. Plötzlich hat man Zeit, Zeit die man vorher nicht zu haben geglaubt hat.
oben rechts: Ramadan Kareem - edler Ramadan
Donnerstag, 2. Mai 2013
Eine Reise

Eine Reise...
Wenn mich die Trauer ereilt und meine dunklen Augen tränen
setze ich mich auf meinen Teppich und fliege davon
in ferne Weiten trägt er mich und lässt die großen Städte hinter sich
als würde er wissen, wie sehr sich diese Augen nach Neuem sehnen
so fliegen wir über Berg und Tal, der Wind rauscht vorbei, es flattert mein Tuch
meine Augen fallen zu und ich lausche dem Tanz der Bäume
sie wiegen sich hin und her, so frei und so fest wie die Seiten in einem Buch
Die Sonne kündigt langsam ihren Abschied an, als wüsste sie dass Dieser uns den Atem raubt
denn die Farben die den abendlichen Himmel malen, scheinen nicht von dieser Welt
wie blind ist doch der, der diese Schöpfung für Zufall hält
und im Schatten dieses Werks schlafe ich ein, welch eine Freude für den der aufrichtig glaubt
Mittwoch, 1. Mai 2013
Mutter und Schraube
fest und beschützend umfasst die Mutter die Schraube
sie umklammert sie mit ihren stählernen Armen und lässt nicht los
die Mutter löst die Verbindung nicht, selbst beim härtesten Stoß
der Zustand der Nähe bleibt immer der Selbe
ruhig und behütet schmiegt sich die Schraube an die Mutter
sie flieht nicht und blickt nicht um sich
die Schraube sieht seine Mutter und fügt sich
mit ruhigem Gewissen selbst bei Sturm und Donner
aus demselben Eisen gegossen und zusammen verschlossen
bleiben Mutter und Schraube auf ewig gebunden
ob mit kahler Wand oder morschem Holz verbunden
sind sie zu ewiger Zweisamkeit entschlossen
so verharren sie über Jahre ohne sich zu rühren
doch mit den Jahren rostet das Eisen
und die Schraube sehnt sich nach weiten Reisen
es löst sich Schraube von Mutter mit traurigem Verspüren
doch auch die Entfernung löst die Bindung nicht
denn die kalten Herzen versprachen sich Treue bis ins ewige Licht
fest und beschützend umfasst die Mutter die Schraube
sie umklammert sie mit ihren stählernen Armen und lässt nicht los
die Mutter löst die Verbindung nicht, selbst beim härtesten Stoß
der Zustand der Nähe bleibt immer der Selbe
ruhig und behütet schmiegt sich die Schraube an die Mutter
sie flieht nicht und blickt nicht um sich
die Schraube sieht seine Mutter und fügt sich
mit ruhigem Gewissen selbst bei Sturm und Donner
aus demselben Eisen gegossen und zusammen verschlossen
bleiben Mutter und Schraube auf ewig gebunden
ob mit kahler Wand oder morschem Holz verbunden
sind sie zu ewiger Zweisamkeit entschlossen
so verharren sie über Jahre ohne sich zu rühren
doch mit den Jahren rostet das Eisen
und die Schraube sehnt sich nach weiten Reisen
es löst sich Schraube von Mutter mit traurigem Verspüren
doch auch die Entfernung löst die Bindung nicht
denn die kalten Herzen versprachen sich Treue bis ins ewige Licht
Straßenlaterne
Eine Straßenlaterne steht in mitten der
Stadt. Es ist Nacht. Sie leuchtet nicht. An ihrem Gehäuse kleben
alte Aufkleber und der Rost beißt sich mit dem flaschengrün bemalten Eisen. Dreck und Schlamm-Kleckse verdecken die eingearbeiteten
Ornamente. Die Laterne steht in einer Seitenstraße neben
einem Elektrofachgeschäft. Der Ladenbesitzer zieht die große
Stahltür mit einem knarren hinter sich zu und schließt sie mit
grimmigem Gesicht. Es
beginnt zu regnen. Fußgänger ziehen sich ihre Jacken über die
Köpfe und laufen eilig in ihre Häuser. Eine weiße Plastiktüte
wird vom Wind durch die Straße gewirbelt und verfängt sich in einem
Dornenbusch. Eine alte Dame tappelt geduckt unter ihrem grünen
Regenschirm über die Straße. Ein kleines Kind springt durch die
Pfützen, ein leises vom Regenfall übertöntes Lachen ist zu
vernehmen. Ein stattlich gekleideter Mann packt das Kind am Arm und
zerrt es zu sich unter den Regenschirm. Mit tadelndem Blick spricht
der Mann zu dem weinenden Kind. Man hört nicht was er sagt, der
Regen ist zu laut. Im Schatten der Häuser verschwinden die Beiden.
Die Stunden vergehen und die Straßenlaterne leuchtet nicht. Ein
Dackel, hinter sich zieht er eine Leine her, stellt sich an die
Laterne und hebt sein Bein , plötzlich läuft er weiter. Eine
pummelige Frau mit viel zu kurzen Armen kommt der Laterne entgegen
gerannt und stützt sich ächzend an ihr, pausiert nur kurz. Die Stunden vergehen und die Straßenlaterne leuchtet nicht.
Der Regen hat aufgehört. Ein in Kleiderfetzen gehüllter Mann
schlendert die Straße entlang und setzt sich vor die Laterne. Er
packt eine kratzig aussehende Wolldecke aus seiner Tasche und
legt sie sich um seine Schultern. Er schläft ein. Sein Schnarchen hallt in den
engen Gassen wieder. Die Stunden vergehen. Der Mann steht auf und
geht. Zwei Jugendliche torkeln die dunkle Straße entlang, sie
hängen sich an die Laterne und drehen sich, sie drehen sich solange
bis ihnen übel wird. Ein leises knarren, die Laterne
steht schief. Die Jugendlichen torkeln weiter die Straße entlang.
Plötzlich ist es still. Es ist Morgen. Die Vögel zwitschern. Die
Straße ist laut und von Menschen durchflutet. Der Ladenbesitzer öffnet sein Geschäft. Ein hochgewachsener Herr im
Blaumann nähert sich der Laterne. Er stellt seinen großen
Werkzeugkasten auf den Boden und beginnt zu schrauben. Ein anderer
kommt hinzu und beginnt die Laterne zu säubern. Daraufhin zückt er
seinen Pinsel und taucht ihn in einen Eimer voll sattem flaschengrün.
Ein weiterer wechselt die Birne aus. Die Arbeit ist erledigt, die
Männer fahren fort. Es ist wieder Nacht. Die Laterne leuchtet.
"Ich liebe die Rose als das Vollkommenste,
was unsere deutsche Natur als Blume gewähren kann;
aber ich bin nicht Tor genug,
um zu verlangen,
daß mein Garten sie mir schon jetzt,
Ende April gewähren soll...
Ich freue mich,
wenn ich im Mai die Knospe sehe
und ich bin glücklich,
wenn endlich der Juni
mir die Rose selbst in aller Pracht
und in allem Duft entgegenreicht." (Goethe)
was unsere deutsche Natur als Blume gewähren kann;
aber ich bin nicht Tor genug,
um zu verlangen,
daß mein Garten sie mir schon jetzt,
Ende April gewähren soll...
Ich freue mich,
wenn ich im Mai die Knospe sehe
und ich bin glücklich,
wenn endlich der Juni
mir die Rose selbst in aller Pracht
und in allem Duft entgegenreicht." (Goethe)
Abonnieren
Posts (Atom)


